Пояснительная записка к программе учебной дисциплины «Немецкий язык»




НазваниеПояснительная записка к программе учебной дисциплины «Немецкий язык»
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Frau Müller hatte 38,4


Frau Müller war krank: Sie fühlte sich nicht wohl. Der Hals tat ihr Weh, und sie hatte starke Kopfschmerzen, Schnupfen und Husten. Sie hatte auch Schmerzen in der Herzgegend. Sie maß die Temperatur und sah, daß sie achtunddreißig vier hatte. Sie bekam Angst, daß sie ihren Mann anstecken kann, denn er war sehr anfällig. Frau Müller rief bei der Poliklinik an und sprach mit der Krankenschwester.

Aufgeregt und ungeduldig wartete Frau Müller auf den Arzt, statt des Arztes kam aber ein junger Mann, ein Praktikant von ihrem Mann. Frau Müller hielt ihn für einen Arzt und sagte zu ihm: „Sie lassen aber auf sich warten. Man kann sterben, ehe Sie kommen." Der junge Mann stellte sich als Robert Werner vor und bat seine Verspätung zu entschuldigen. Daß Frau Müller ihn für einen Arzt hielt, hatte Werner keine Ahnung, und er sagte ihr, daß er Praktikant ist und wenig Erfahrung hat. „Wenn man krank ist, braucht man keinen Praktikanten, sondern einen erfahrenen Spezialisten", meinte Frau Müller empört. Trotzdem sprach sie über ihren schlechten Gesundheitszustand. Während des Gesprächs mit Frau Müller erinnerte sich Robert Werner an die Medizinvorlesungen an seiner Hochschule: „Das Beste, was Sie tun können, ist sich hinzulegen. Wenn man hohes Fieber hat, hat man gewöhnlich Kopf- und Halsschmerzen. Manchmal hat man auch Schmerzen in der Herzgegend und in den Gelenken." So war es auch bei Frau Müller der Fall. Er untersuchte den Hals der Kranken: die Zunge war belegt, der Hals gerötet. Sie hatte offensichtlich Angina. Frau Müller empörte sich darüber, daß der Arzt keine Instrumente mithatte und sie also nicht richtig unter­suchen konnte. Zum Schluß sagte sie zu ihm: „Sie können nicht einmal die Diagnose stellen und ein Rezept ausschreiben. Sie haben recht, das Beste, was ich tun kann, ist mich hinzulegen. Und ich weiß selbst besser, was ich einnehmen und was ich überhaupt tun soll."

Da klingelte es erneut an der Tür. Es war ein Arzt, Dr. Meyer. Da verstand Frau Müller alles und entschuldigte sich vor Robert Werner.

Dr. Meyer untersuchte Frau Müller sehr aufmerksam: Er hörte sie ab, maß den Blutdruck, untersuchte den Hals und das Herz. Dabei stellte er fest: Frau Müller hatte Angina. Der Blutdruck war etwas erhöht, das Herz aber war in Ordnung. Der Arzt empfahl der Kranken, im Bett zu bleiben, und schrieb ihr ein Rezept aus. Das Medikament sollte sie dreimal täglich einnehmen. Außerdem sollte sie gurgeln und warme Kompressen machen. Er verschrieb ihr Nasentropfen, denn sie klagte darüber, daß ihr die Nase lief. Dann wünschte er Frau Müller gute Bes­serung und versprach in drei Tagen wieder vorbeizukommen...


9.5


NORDRHEIN­-WESTFALEN

Nordrhein-Westfalen ist das bevölkerungsstärkste Land mit etwa siebzehn Millionen Einwohnern. In keinem anderen Bundesland gibt es so viele Großstädte. Dieses Land umfaßt das „Ruhrgebiet", ein riesiges Zentrum der Schwerindustrie an den Flüssen Rhein und Ruhr. Und das Land verdankte seinen Wohlstand natürlich in erster Linie der Industrie. Im Ruhrgebiet konzentrieren sich Stahlerzeugung, Maschinenbau, Chemie, Kohle, Textil- und Elektroindustrie. Zentren des Bergbaus und der Schwerindustrie sind, neben vielen anderen Städten, Essen, Dortmund und Duisburg mit dem größten europäischen Binnenhafen. Chemische Industrie ist hauptsächlich in Leverkusen bei Köln, Bielefeld und Krefeld sind Mittelpunkte der Textilindustrie.

Trozdem wäre es falsch, sich ganz Nordrhein-Westfalen als eine einzige öde Industrielandschaft vorzustellen, denn drei Viertel seines Bodens sind von Wald bedeckt oder land­wirtschaftlich genutz. Besonders der Landesteil Westfalen östlich des Rheins ist vorwiegend fruchtbares Agrarland.

Außer den Industriezentren gibt es viele schöne alte Städte, deren Ursprung zum Teil auf römische Siedlungen zurückgeht, wie z.B. Köln und Bonn. Das sind Städte, die nicht nur historische Sehenswürdigkeiten bergen, sondern auch Mittelpunkte politischen, wirtschaftlichen und kulturellen Lebens sind. Köln am Rhein, schon im Mittelalter einer der wichtigsten Handelsplätze Europas, ist weltbekannt durch seinen gotischen Dom, an dem 600 Jahre lang gebaut wurde. Bonn, die alte Universitätsstadt und Beethovens Geburtsstadt, war von 1949 bis 1991 die provisorische Hauptstadt der Bundesrepublik Deutschland. Aachen besitzt Heilquellen, die seit dem Altertum bekannt sind und oft von Karl dem Großen besucht wurden.

Die Landeshauptstadt von Nordrhein-Westfalen Düsseldorf ist ein modernes internationales Handels-und Bankenzenirum. Sie ist auch Messestadt. Attraktiv für die Besucher ist die Altstadt mit ihren zahlreichen Gaststätten, Lokalen und Bars. Düsseldorf ist die Geburtsstadt vom Dichter Heinrich Heine, dem Multitalent und kritischen Schriftsteller der Romantik. Es ist auch Mode- und Theaterzentrum.

Die Rheinländer sind, im Gegensatz zu den bedächtigeren und ruhigeren Westfalen, ein temperamentvolles und lebenslustiges Volk. Am besten kann man das während des rheinischen Karnevals erleben.


Texterläuterungen:

die Ruhr — ein kleiner Nebenfluß des Rheins

einheimisch sein — aus dieser Gegend stammen/kommen

provisorisch — временный

Beantworten Sie die Fragen zum Text!

  1. Wie groß ist Nordrhein-Westfalen?

  2. Welche Industriezweige konzentrieren sich in Ruhrgebiet?

  1. Wo plaziert sich die chemische Industrie?

  2. Wo liegen fruchtbare Böden?

  3. Welche Städte des Bundeslandes sind Mittelpunkte politischen, wissenschaftlichen und kulturellen Lebens?

  1. Wodurch sind Köln und Aachen berühmt?

  2. Was können Sie über die Landeshauptstadt erzählen?

  3. Welchen Unterschied gibt es zwischen den Rheinländern und Westfalen?



9.6


Bayern

Bayern ist das einzige Bundesland der Bundesrepublik Deutschland, das nach dem staatlichen Zusammenbruch von 1945 in seinen alten Grenzen erhalten geblieben ist. Die Bezeichnung „Freistaat Bayern" scheint die Unabhängigkeit noch zu betonen.

Bayern ist mit einer Fläche von 70554 Quadratkilometern das größte Land der Bundesrepublik Deutschland. Seine Bevölkerung von 12 Millionen Einwohnern läßt sich in drei große, nach Dialekt, Mentalität und Lebensgefühl verschiedene Stämme einteilen: die Alt-Bayern im Süden und Osten, die Franken im Norden und die bayerischen Schwaben im Südwesten.

In der Verfassungsstruktur unterscheidet sich Bayern von den anderen Bundesländern dadurch, daß es neben dem nach Parteizugehörigkeit gewählten Landtag ein zweites gesetz­gebendes Organ, den Senat, hat. Er ist die Vertretung der sozialen, wirtschaftlichen, kulturellen und gemeindlichen Körperschaften. Der Senat übt gutachterliche Funktionen bei der Gesetzgebung aus.

In der Vergangenheit war Bayern überwiegend agrarisch geprägt. Der Anteil der Land- und Forstwirtschaft am Bruttoinlandsprodukt beträgt heute jedoch nur noch etwa drei Prozent (Getreide, Hopfen, Viehzucht). Die industrielle Entwicklung hat nach dem Zweiten Weltkrieg sehr große Fortschritte gemacht. München zog Unternehmen der Luft- und Raumsfahrtindustrie an. Hinzu kommen die Maschinenbau-Industrie (MAN), die Auto-(BMW), Elektro- und Elketronikindustrie (Siemens). In hunderten von Brauereien wird in Bayern das berühmte Bier gebraut.

Die bayerische Hauptstadt München gehört zu den größten und beliebtesten Städten der Bundesrepublik. Sie ist die Universitätsstadt, Messestandort, Film- und Mediensstadt und beherbergt eine Vielzahl von Verlagen. Die im spätgotischen Stil erbaute Frauenkirche ist das Wahrzeichen der Stadt. München ist nicht nur ein Kulturzentrum mit den verschiedensten Kunstsammlungen, Museen und bedeutenden Theatern, sondern auch ein industrieller Mittelpunkt. Eine weltbekannte Touristenattraktion ist das jährlich stattfindende Oktoberfest, das Millionen von Besuchern aus aller Welt nach München holt.

Augsburg wurde vor mehr als 2000 Jahren zur Zeit des römischen Kaisers Augustus gegründet. In Augsburg entwic­kelte sich der Handel mit Textilien. Regensburg an der Donau ist auch eine sehr schöne alte Stadt. Nürnberg in Mittelfranken, erstmalig 1050 erwähnt, war im Mittelalter eine freie Reichsstadt und ein wichtiger Fernstraßenknotenpunkt. In Nürnberg wurde die Taschenuhr („das Nürnberger Ei") und der Globus erfunden. Hier wohnten der Maler Albrecht Dürer und der Bildhauer Veit Stoß. Nürnberg ist auch Zeuge dunkler Tage. In Nürnberg wurden von 1933 bis 1938 die „Reichs­parteitage" der Nationalsozialisten veranstaltet. Nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges wurden die Kriegsverbrecher in den Nürnberger Prozessen abgeurteilt.


Texterläuterungen:

abuteinlen— verurteilen

Beantworten Sie die Fragen zum Text!

  1. Wie groß ist Bayern?

  2. Vergleichen Sie Bayern mit Sachsen. Was bedeutet „Freistaat"?

  1. Nennen Sie drei große Stämme in Bayern.

  2. Wodurch unterscheidet sich Bayern von anderen Bundesländern in der Verfassungsstruktur?

5. Beweisen Sie, daß Bayern ein hochindustrialisiertes Bundesland ist.

6.Worauf konzentriert sich die Landwirtschaft?

  1. Nennen Sie die Sehenswürdigkeiten von Nürnberg.

  2. Warum ist Nürnberg „Zeuge dunkler Tage"?



9.7


B E R L I N


Die Geschichte Berlins begann vor über 750 Jahren an den Ufern der Spree. Damals standen hier zwei Siedlungen: Kölln und Berlin. Kölln war die älteste der beiden Siedlungen: sie wurde 1237 zum erstenmal erwähnt. Dieses Datum gilt als Gründungsjahr der deutschen Hauptstadt. Im 14. Jahrhundert erhielten beide Siedlungen Stadtrecht, und im 18. Jahrhundert wurden sie vereint.

Zum schnellen Aufblühen der Stadt trug ihre günstige geographische Lage am Kreuzungspunkt wichtiger Handelswege bei. Seit dem 15. Jahrhundert wurde Berlin zum ständigen Residenz der Kurfürsten, die Berlin zur Hauptstadt von europäischem Rang machen wollten.

1871, nach der Proklamierung des Deutschen Kaiserreiches vom Kanzler Bismarck, wurde Berlin zum politischen, ökonomischen, wissenschaftlichen, militärischen und kulturellen Zentrum Deutschlands. Hier hatten ihren Sitz auch die größten deutschen Banken.

In den Jahren der Weimarer Republik galt Berlin als die vierte Industriestadt der Welt (nach London, New York und Chikago). Der technische Fortschritt zeigte sich in der Einführung des Rundfunks (1923) und des Fernsehens (1931), es wurde ein Flughafen gebaut und eine Messe eröffnet.

In den Jahren des Faschismus verwandelte sich Berlin in den Stützpunkt der national-sozialistischen Bewegung. Nach dem 2. Weltkrieg erfolgte die Spaltung Deutschlands. Westberlin bekam den besonderen Status einer freien Stadt, und Ostberlin wurde zur Hauptstadt der DDR. Eine Mauer trennte fast 30 Jahre lang Ostberlin von Westberlin. Erst 1990 wurde die Stadt wiedervereinigt.

Heutzutage ist Berlin Zentrum des politischen und kulturellen Lebens, die größte und bedeutendste Stadt Deutschlands. Seine Bevölkerungszahl beträgt über 3 Millionen Einwohner. Berlin ist zugleich ein deutsches Bundesland.

Berlin ist ein bedeutendes Industriezentrum. Hier befinden sich Betriebe der elektronischen und elektrotechnischen Industrie. Stark entwickelt sind die metallverarbeitende Industrie, der Maschinenbau und die chemische Industrie. Die Leichtindustrie ist mit der Polygraphie und der Textilindustrie am stärksten vertreten.

Keine andere Stadt spiegelt so wie Berlin die deutsche Geschichte, Gegenwart und Zukunft wider, und keine andere deutsche Stadt ist an Sehenswürdigkeiten so reich.

Als Mittelpunkt Berlins gilt Europa-Center, ein prachtvoller Komplex mit zahlreichen Geschäften, Restaurants und Lokalen. Von seinem Dach kann man die ganze Stadt von der Vogelperspektive sehen. Eine der schönsten Straßen Westberlins ist der Kurfürstendamm. Hier in der Nähe erhebt sich die Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche, die als Andenken an den zweiten Weltkrieg zerstört bleibt. Im Herzen Berlins befindet sich das Gebäude des berühmten Berliner Reichstages. Es wurde 1894 errichtet und wird heutzutage renoviert. Im Reichstagsgebäude und auf dem angrenzenden Gelände wird das Parlament untergebracht werden.

Eines der ältesten Wahrzeichen Berlins ist das Brandenburger Tor. Die wichtigsten Sehenswürdigkeiten von Ost-Berlin befinden sich zwischen dem Brandenburger Tor und dem Alexanderplatz. Der schönste Anziehungspunkt für zahlreiche Touristen ist die Straße «Unter-den-Linden». In dieser Straße befinden sich das Museum für Deutsche Geschichte, die Humboldt-Universität, die Deutsche Staatsoper, die Staatliche Bibliothek und andere Sehenswürdigkeiten. Das ist zugleich eine Büro- und Geschäftsstraße. Hier pulsiert immer das Leben.

Der beliebte Treffpunkt der Berliner ist die 10-Meter hohe Weltzeituhr auf dem Alexanderplatz. Das höchste Bauwerk in Berlin ist der Fernsehturm. Seine Antenne ist 365 Meter hoch. Eines der schönsten Denkmäler der Stadt ist das Rote Rathaus.

Die meisten Berliner Museen befinden sich auf der Museums-Insel. Die interessantesten davon sind das Alte Museum, die Nationalgalerie, das Pergamonmuseum.

Berlin nennt man mit Recht eine Theaterstadt. Hier gibt es über 30 Theater. Weltberühmt sind die Deutsche Staatsoper, die Komische Oper, das Berliner Ensemble.


Fragen zum Text


  1. Wie entstand Berlin?

  2. Was trug zum schnellen Aufblühen der Stadt bei?

  3. Wann wurde die Stadt Berlin gespaltet?

  4. Wann wurden Ostberlin und Westberlin wiedervereinigt?

  5. Welche Industriezweige sind hier entwickelt?

  6. Welche Sehenswürdigkeiten gibt es in Berlin?

  7. Was ist eines der ältesten Wahrzeichen Berlins?

  8. Wo befinden sich die meisten Berliner Museen?

  9. Wieviel Theater gibt es in der Stadt?


9.8

Ostern

Wenn wir an Ostern denken, stellen wir uns Sonnen­schein, Wärme, frisches Grün und viele Blumen überall vor. Aber so ideal läuft es meistens nicht ab. Auf das Wetter kann man sich zu Ostern nicht verlassen, denn Ostern kann sowie schon am 22. März, als auch erst am 25. April sein. Das ist ein Fest mit beweglichen Daten. Also ist zu Ostern immer jedes Wetter möglich.

Die alten Germanen verbanden das Osterfest mit dem Wiedererwachen der Natur und des Lebens. Das war auch der Zeitpunkt, wo man mit den Feldarbeiten beginnen musste. Das Osterfest bezeichnet heute die Auferstehung Christi. Das ist das älteste kirchliche Fest und das größte im Kirchen­jahr. Zu Ostern gehören mehrere Tage. Die ganze Woche heißt Osterwoche oder Karwoche. Heute feiert man Ostern anders als früher. Das ist vor al­lem ein Fest, an dem man einander Geschenke macht.

Ein wichtiges Symbol des Osterfestes ist das Ei. Es ist seit Urzeiten auch bei anderen Völkern Träger des Lebens. Der Hase steht als Symbol für Fruchtbarkeit und bringt den Kin­dern die bunten Eier. Der Hase tritt aber erstmals Ende des 17. Jahrhunderts als Eierbringer auf. In anderen Gegenden können die Ostereier andere Tiere bringen. Gekochte und bunt bemalte Eier mögen besonders die Kinder. In Thüringen bringen Hahn oder Storch die Ostereier, am Niederrhein der Kranich, in Aachen die Osterglocken, in Fulda der Palmesel. Außerdem können es auch der Kuckuck, der Auerhahn oder sogar der Fuchs sein.

Zu die­sem Tag werden Eier bunt bemalt und im Haus oder Garten versteckt. Am Ostersonntag suchen Kinder nach Eiern und anderen Geschenken, die ihnen der Osterhase zu diesem Fest gebracht hat.

Zu Ostern ist es üblich, zu verreisen oder einfach spazie­ren zu gehen. Unterwegs verstecken auch heute noch die Väter bunte Eier im Gras und die Kinder suchen und finden sie. Die Freude der Kinder ist riesengroß, wenn sie ein Osternest mit schönbemalten Hühnereiern, aber auch Eiern aus Schokolade, Marzipan oder Zucker finden. Gewöhnlich wählt man einen Wanderweg, der nach Osten führt. In einem Cafe oder Restaurant wird dann gegessen, und dann geht es zurück nach Hause.

Ein schöner Brauch ist auch der Osterbaum. Ein Baum wird vor oder hinter dem Haus etwa eine Woche vor Ostern mit bunten ausgeblasenen oder Holzeiern behängt. Dieser Brauch kommt aus Sorben und hat sich weit über Thüringen, Sachsen, Brandenburg und Mecklenburg verbreitet. Allgemein beliebt ist auch ein Strauß von Frühlingszwei­gen in der Wohnung, der ebenfalls mit kleinen Eiern oder an­deren österlichen Figuren behängt wird.

Zu den Höhepunkten der österlichen Feierlichkeiten gehören heute unbedingt Konzerte.

Die übliche Speise zu Ostern ist der gebratene Karpfen.

Osterrezepte. Dill-Eier.

Zutaten: 6 hartgekochte Eier, 4 EL Mayonnaise, 2 EL gehackter Dill, Salz, weißer Pfeffer, 1 Prise Zucker, kleine Pfefferschoten, Petersilie.

Zubereitung: Die Eier schälen, längs halbieren und die Dotter herausnehmen. Die Dotter mit einer Gabel zerdrücken und mit Mayonnaise cremig rühren. Mit Dill und Gewürzen abschmecken. Die Creme in einen Spitzbeutel füllen und in die Eierhälften spritzen. Mit Pfefferschoten und Petersilie garnieren.


KOMMENTAR ZUM TEXT

sich verlassen auf Akk. — полагаться

beweglich зд. непостоянный

das Wiedererwachen — пробуждение

die Urzeit (-en) — древние времена

die Fruchtbarkeit — плодородие, плодовитость

der Hahn (die Hähne) — петух

de Storch (die Störche) — аист

der Kranich (-e) — журавль

die Osteglocke (-n) — пасхальные колокола

der Fuchs (die Füchse) — лиса

die Frühlingsgöttin — богиня весны

die Auferstehung — воскресение

das Kirchenjahr — церковный год

die Karwoche — Страстная неделя

der Palmsonntag — Вербное (пальмовое) воскресенье

der Palmzweig (-e) — пальмовая ветвь

der Ölzweig (-e) — оливковая ветвь

der Gründonnerstag — Святой (чистый) четверг

die Kreuzigung — распятие

der Klagetag — День печали

unlösbar — неразрывно

der Osterhase — пасхальный заяц

das Hühnerei (-eier) — куриное яйцо

der Osterbaum — пасхальное дерево

ausblasen — выдуть

der Höhepunkt (-e) — торжественный момент

der gebratene Karpfen — жареный карп

Übungen

1. Beantworten Sie die folgenden Fragen aus dem Text:

  1. Was stellen wir uns vor, wenn wir an Ostern denken?

  2. Kann man sich zu Ostern auf das Wetter verlassen?

  3. Wann wird das Osterfest gefeiert?

  4. Womit verbanden die alten Germanen das Osterfest?

  5. Was bedeutet das Osterei? Wer bringt Ostereier?

  6. Woher kommt das Wort "Ostern"?

  7. Wie heißen die Tage in der Osterwoche?

  8. Was bedeutet der Ostersonntag?

  9. Wie feiert man heute dieses Fest?

  1. Was ist ein Osterbaum?

  2. Was gehört noch zu den Höhepunkten der österlichen Feierlichkeiten?

2. Schreiben Sie aus dem Text alle Wörter mit der Komponente "Oster" heraus. Übersetzen Sie sie.

3. Notieren Sie zu den Gliederungspunkten Stichworte. Geben Sie anschließend mit Hilfe der Gliederung und der Stichworte den wesentlichen Inhalt des Textes zusamenfassend wieder.


9.9


Faschingzeit


Vor den ernsten Fastenzeit spielen die Menschen in Deutschland verkehrte Welt. Was sonst richtig und normal ist, wird auf den Kopf gestellt. Der Herr Direktor spielt Schusterjunge, die Sekretärin-Chef*, die schöne Lisa-Hexe, und wer möchte nicht einmal in seinem Leben Prinzessin sein!

Die Narren sind los*, und diese Narrenzeit heißt überall anders: Karneval, Fastnacht, Fasching, Fasenacht, Fasnet. Fast eine Woche vor Aschermittwoch, nämlich am Donnerstag davor, beginnen so richtig die tollen Tage und enden am Aschermittwoch. Dieser Donnerstag hat lustige Namen: Weiberfastnacht oder fetter Donnerstag oder schmalziger Donnerstag. Sie sagen uns schon durch ihre Namen, was da los ist*. In vielen Städten wird auch ein König oder ein Prinz gewählt. Er ist ein richtiger Spottkönig* und regiert von seinem Narrenthron sein närrisches Volk, das viel dummes Zeug* redet und treibt. Und am Aschermittwoch ist diese närrische Zeit vorbei. Vorbei ist auch die Zeit für die 11. Die Zahl 11 ist die Narrenzahl, deshalb findet die erste Narrensitzung am 11.11. um 11 Uhr 11 statt. In dieser Sitzung wird ein Elferrat* gewählt, der den ganzen Unsinn der kommenden närrischen Zeit organisiert. Und am nächsten Tag nach dem Aschermittwoch beginnt schon die Fastzeit.

Texterläuterungen

  • Chef — lies: шеф

  • die Narren sind los —дураки высвободились

  • was da los ist — что тут происходит

  • Spottkönig, m — король - шут

  • dummes Zeug — глупости, чушь

*Elferrat, m—совет одиннадцати


9.10

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